Der Sinn des Lebens und der Niedergang der Menschheit

Der „gerechte“ Krieg?

J000000Samstag07 16, 2006 · Kommentar schreiben

Der große Humanist Erasmus von Rotterdam war einer der Ersten, die den Krieg scharf verurteilten: „Was ist der Krieg anders als ein großes gemeinsames Mordern und Plündern, desto verbrecherischer, je weiter es sich erstreckt“, schrieb er. Und: „Wann hat man je gehört, dass, so wie es Menschen allenthalben tun, hunderttausend wilde Tiere sich zur gegenseitigen Zerfleischung in Bewegung setzen?“ Doch das Merkwürdige am Krieg ist, dass die normalen Regeln außer Kraft treten, sobald er Erklärt ist. Das Gute wird schlecht und das Schlechte wird gut.

Da ist es kaum verwunderlich, dass die meisten Philosophen den Grund darin sehen, dass Krieg an sich schelcht ist (Nietzsche, Hegel und einige antike Philosophen natürlich ausgenommen). Aber verhält es sich wirklich so einfach?

In neuerer Zeit wurden „gute Krige“ -  mit oder ohne Zustimun der UNO – geführt, um zu verhindern, dass wehrlose Bevölkerungsgruppen von Milizen oder fanatischen Regimen millionenfach hingemetzelt werden, sich die Flüsse rot von ihrem Blut färben und die Felder mit Menschenknochen übersät werden. (wie es Erasmuszu seiner Zeit beschrieben hat).

Nicht zu vergesssen natürlich den Krieg gegen Nazi-Deutschland und gegegn Japan (der geführt wurde, um den Kult des japanischen Militarismus mit all seinen Grausamkeiten und Massakern zu brechen). Aber vielleicht sollte man die zahlreichen Kriege, die angeblich gegen den „Kommunismus“ und für die „Demokratie“ geführt wurden, eher nicht dazurechenen. Das ist die Zwickmühle der Friedliebenden: Wenn Krieg an sich schelcht ist, müssen alle gewaltsamen Aktivitäten zur Bekämpfung von Unrecht in der Welt unterbleiben.

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